Mir fällt auf: Die Stadt ist stiller als sonst. Weniger Gedränge, weniger Stimmengewirr, mehr Raum zum Atmen, z.B. keine Menschenschlage vor dem Dogen-Palast.
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Weniger Besucher aus den USA
Amerikanische TouristInnen, sonst in großer Zahl vertreten, bleiben derzeit vermehrt aus. Gründe gibt es viele – vom schwankenden Dollarkurs bis zu veränderten Reisegewohnheiten und der Entscheidungsfreudigkeit des Präsidenten. -
Airbnb wird teurer und seltener
Venedig greift durch: Höhere Steuern und strengere Auflagen für Ferienwohnungen machen viele Angebote unrentabel. Das führt zu weniger günstigen Übernachtungsmöglichkeiten – und damit auch zu weniger spontanen Städtereisen. -
Die neue Tagesgebühr zeigt Wirkung
Seit kurzem testet die Stadt eine Eintrittsgebühr für Tagesgäste. Sie gilt zwar nur an bestimmten Tagen, aber ihre Wirkung ist deutlich. Venedig signalisiert: Wir brauchen nicht mehr Masse, sondern Maß.
Venedig beginnt sich zu verändern – langsam, tastend, aber spürbar. Die Maßnahmen wirken wie ein leiser Filter. Was bleibt, sind Reisende, die wirklich da sein wollen. Für Menschen wie mich, die regelmäßig kommen und bleiben, ist das ein Geschenk. Die Stadt zeigt sich von einer stilleren, vielleicht sogar ehrlicheren Seite.
Bin gespannt, ... ich komme oft und werde weiter beobachten.